Schule der Zukunft auf Tour: Lehren und Lernen mit Künstlicher Intelligenz

Microsoft Bildung ist mit dieser Veranstaltungsserie in München, Hamburg, Köln, Berlin und auch in Minden am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg zu Gast:

Kennen gelernt hat Oliver Dunst, Stellvertretender Schulleiter am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, Microsoft Bildung mit seiner Veranstaltungsserie auf der „didacta 2019“ in Köln. Kurzentschlossen hat er das Unternehmen, das auch Kooperationspartner des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs ist, für den 11. April 2019 nach Minden eingeladen.

„Mir sind sofort die Fragestellungen, denen das Unternehmen nachgeht, aufgefallen: Wie können sich Schulen in Zukunft im Umfeld von Künstlicher Intelligenz (KI) weiterentwickeln? Was müssen unsere Schülerinnen und Schüler heute lernen, damit sie 2030 als selbstständige, kreative und kritische Akteure ins Leben starten? Dies sind Themen, die uns als eine der Vorreiterschulen mit Blick auf die Gestaltung des digitalen Transformationsprozesses in unserem Berufskolleg beschäftigen. Die Veranstaltungsreihe von Microsoft Bildung ist eine gute Gelegenheit, weitere Impulse für unsere Arbeit zu erhalten.“

Am Vormittag fand für interessierte Lehrkräfte des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs eine Einführung zum digitalen Werkzeug „Teams“ statt. Dabei handelt es sich um ein Microsoft-Office-365-Produkt, das verschiedene Möglichkeiten zur Teamarbeit eröffnet. Es ist ein so genanntes Meta-Tool: Lehrkräfte untereinander können sich in Gruppen vernetzen, Ausbildungsbetriebe als Teammitglieder einbinden, Lernende untereinander können Arbeits- und Lerngruppen bilden, Lehrkräfte-Schülerteams sind denkbar. So wird ein zeitgleiches Zusammenarbeiten an relevanten schulischen und unterrichtlichen Themen ermöglicht.
Da es eine offene Kommunikationsplattform ist, ist das Einbinden von weiteren Apps aller Art möglich. In Unternehmen wird diese Art der Zusammenarbeit, die zeit- und ortsunabhängig ist, zunehmend genutzt. Eine Vertreterin des Unternehmens Microsoft, Cornelia Schneider-Pungs, zuständig für Schulentwicklung und Qualitätsmanagement, führte in die Veranstaltung ein. David I. Akinjise vom Unternehmen „TheNewNow“, Kooperationspartner von Microsoft, erklärte im Anschluss ausführlich und anschaulich Zielsetzung und Handling des digitalen Werkzeugs „Teams“.

Am Nachmittag eröffnete der Schulleiter des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs, Michael Paul, und die Vertreterin des Unternehmens Microsoft, Cornelia Schneider-Pungs, den zweiten Teil der Veranstaltung. Dieser umfasste interessante Vorträge zur Künstlichen Intelligenz und eine Workshop-Phase. Circa 70 auch externe Besucherinnen und Besucher nahmen teil.

David I. Akinjise vom Unternehmen „TheNewNow“, Kooperationspartner von Microsoft, wirft in seinem Impulsvortrag zunächst die Frage auf: Sind wir auf die berufliche digitale Zukunft vorbereitet? Er erläutert, dass die Arbeitszeit von derzeit 1700 bis 2000 Stunden pro Jahr bis 2040 auf 1000 Stunden sinken werde und die Transformation gerade jetzt beginne. Der Referent behauptet, dass viele Arbeitsplätze in der Industrie – ca. 55 % - wegfallen werden, wobei man sich die Frage stellen müsse: Gehöre ich zu denen, die Jobs automatisieren oder werde ich wegautomatisiert? Andererseits entstünden viele neue Arbeitsplätze: in den nächsten zehn Jahren ca. 21 neue Jobs, so z. B. der „Cyber-Attack-Agent“, der sich in Unternehmen um Datensicherheit kümmere. Für diese Veränderungen müssten die Menschen ausgebildet werden, sie benötigten Eigenschaften wie „besser in Teams funktionieren“ oder die „Fähigkeit, interkulturell zu interagieren“. Sie bräuchen verstärkt Kompetenzen wie Kreativität, emotionale Intelligenz, kognitive Flexibilität. Online Dienste und Clouds würden zunehmend genutzt werden. Schulen sollten auf die Entwicklungen reagieren, indem modern gelehrt und gelernt werde, dies mithilfe einer passgenauen Technologie, die z. B. zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermögliche.

Der zweite Referent, Daniel Schötz, arbeitet bei der Helliwood media & education (Agentur zum Herstellen von Lehr- und Lernmitteln), Berlin. In seinen Ausführungen zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI)“ ging er zunächst auf die technologische Entwicklung bzw. Revolutionen ein, von der Entwicklung der Dampfmaschine bis zur heutigen „KI“. Herr Schötz erklärt, dass KI maschinelles Lernen sei. Die Bundesregierung verstehe darunter vor allem XPS (Expertensysteme), Robotik und Automatisierung. Dazu zähle aber weitaus mehr, so der Referent, wie z. B. deep learning, predictive analytics, NLP oder chatbots. Auch Herr Schötz stellt die Frage, welche Kompetenzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz erforderlich seien. Es handele sich um Kommunikation, kritisches Denken, Kollaboration und Kreativität, analytische Fähigkeiten, Folgebewusstsein (Abschätzen von Folgen einer Handlung), Offenheit für Veränderungen, Innovationsfreudigkeit, Eigenverantwortlichkeit und einer normativ-ethischen Einstellung (Befolgen von Regeln, keinen Menschen ausschließen).

Die Veranstaltung endete mit einer Workshoparbeit, in der Demoszenarien für KI wie z. B. der „plastische Reader“ und die Kommunikationsplattform „Teams“ thematisiert wurden.

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